Viele interessierte Bürgerinnen und Bürger haben den ILEK-Prozess aktiv unterstützt. Der Start ins Regionalmanagement (RM) erfolgt nun
direkt. Die Konzeptphase ist vorbei und es geht ans Umsetzen. Gerade
hier ist die Mitarbeit und Unterstützung der Menschen aus der Region
gefragt.
Das Regionalmanagement möchte sowohl Bürgerinnen und Bürger,
Unternehmen, Vereine sowie alle Interessierten zum, „Mitmachen"
bewegen. Das gemeinsame Umsetzen steht im Vordergrund. Dies bringt zwar
viel Arbeit mit sich - soll und darf aber auch Freude machen!
Im ILEK wurden fünf Handlungsfelder mit jeweiligen Startprojekten angelegt, ausgearbeitet in Form von sogenannten Projektskizzen, die prioritär angegangen werden sollen. Die Umsetzungsarbeit im
Regionalmanagement erfordert eine notwendige Konzentration der
Arbeiten. Die bisherigen Erfahrungen in anderen Regionalmanagements
zeigen, dass es bei der gebotenen Intensität möglich ist, etwa 3 bis 6
Projekte parallel bei der Umsetzung zu begleiten.
„Geld zu verteilen" gibt es nicht, aber die Region hat dennoch einen
unmittelbaren Vorteil. Die Gemeinden erhalten eine höhere und frühere
Förderung für strukturverbessernde Maßnahmen - diesen Vorteil gilt es,
im Regionalmanagement über die Projekte zu sichern.
Was will die Region mit dem Regionalmanagement erreichen?
In erster Linie will das RM mit Projekten Investitionen erzielen und
Fördermittel gewinnen. Ein zweiter wichtiger Baustein ist die
Sensibilisierungsarbeit. Hier geht es darum, neue - auch schwierige -
Themen in die Region zu bringen. Darüber hinaus gilt es, auch weiteres
ehrenamtliches Engagement zu aktivieren.
Die eigentliche Projektarbeit ist an die sog. „Projektteams" gebunden
und wird dort von den beteiligten Bürgerinnen und Bürgern,
Institutionen und Unternehmen geleistet, sodass keine „unsichtbaren"
Arbeitsschritte entstehen. Die Beratung übernimmt die unterstützende
und aktivierende Rolle.
Die Grenze der Möglichkeiten der „Plattform Regionalmanagement" liegt
dann naturgemäß bei der tatsächlichen Umsetzung (bauliche Maßnahme,
Durchführung einer Aktion, etc.). Diese liegt nach der ausreichenden
„Umsetzungsvorbereitung" in der Hand des jeweiligen
Projekt-Verantwortlichen (Träger, Investor, Beauftragter, ...).
Wer kann mitmachen?
Die Umsetzung der Projekte reduziert den Kreis der Beteiligten
gegenüber dem ILEK auf die tatsächlich „mitmachenden" Akteure. Dies
sind vor allem Bürgerinnen und Bürger, die Ihr Engagement in eine
bestimmte Initiative investieren wollen sowie „Geschäftspartner" aus
Wirtschaft und Verwaltungs- und Fachinstitutionen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben jederzeit die Möglichkeit,
sich aktiv in den Prozess einzubringen. Die regionalen Arbeitskreise, das
Beratungsteam sowie die in den Verbandsgemeinden Edenkoben, Herxheim und Offenbach
für die Umsetzung des RM zuständigen Mitarbeiter sind hierfür offen und
stehen beratend zur Verfügung.
Regionale Arbeitskreise und Projektteams
Im ILEK Edenkoben - Herxheim - Offenbach wurden fünf Handlungsfelder (HF) erarbeitet
und konkretisiert. Diese sind:
HF Regionale Wirtschaft
HF Landwirtschaft, andschaft, Weinbau
HF Dörfliches Leben
HF Energie
HF Tourismus und Kultur
Jedes Handlungsfeld wird von einem "regionalen Arbeitskreis" vertreten, welcher als Ideenschmiede und Austauschplattform fungiert. In den "regionalen Arbeitskreisen" schließen sich die Beteiligten Akteure kurz, erhalten
Informationen und geben diese weiter. Hier werden die einzelnen
Maßnahmen besprochen und koordiniert. Das Projektteam ist auch
„Anlaufstelle" für neue Ideen.
Um
die fortlaufende Projekt-Entwicklung „in Gang zu halten" sind
regelmäßige Treffen in den „regionalen Arbeitskreisen" notwendig und sinnvoll. Diese sind jeweils mit ca. 4 bis 15 Personen (kann natürlich variieren) besetzt, die
einzelne Maßnahmen - unterstützt von der Beratung - durchführen. Als „Arbeitsrhythmus" empfehlen sich ca. 3 Treffen pro Jahr. Die
eigentliche Arbeit muss dann auch „zwischen" den regionalen Arbeitskreis-Treffen
erfolgen.
Die frühzeitige Auswahl eines „Sprechers" pro regionaler Arbeitskreis hat sich als
sinnvoll erwiesen. Dem Sprecher kommt die Aufgabe zu, in unregelmäßigen
Abständen im Vorstand des Regionalmanagements über den Stand der
Arbeiten zu berichten. Seine Auswahl sollte sich daran orientieren, wer
das stärkste originäre Interesse an der Umsetzung hat. Die Aufgaben der
Beratung sind die Koordinierung der Projekte und Initiativen im und mit
dem regionalen Arbeitskreis, die Zielformulierung und Ergebnissicherung, die
Umsetzungsunterstützung und natürlich die Dokumentation aller Arbeiten.
Die eigentliche Projektarbeit bzw. die Umsetzung der Projekte erfolgt in den Projektteams. Diese gründen sich aus dem Interesse am jeweiligen Projektes heraus. Mitglieder eines Projektteams sind demzufolge Akteure mit Eigeninteresse an speziellen Projekten. Der "Arbeitsrhythmus" der Projektteams orientiert sich am Bedarf für die Projektarbeit und kann demnach auch häufiger stattfinden, wie beispielsweise vor einer Veranstaltung.
Abbildung: Organisation und Struktur des Regionalmanagements (Darstellung IfR)
Projekte
Neben der Informations- und Sensibilisierungsarbeit ist die Entwicklung
und Umsetzungsvorbereitung von Projekten die Haupttätigkeit des
Regionalmanagements. Diese können völlig unterschiedlicher Natur sein.
Ein Projekt kann ebenso einen bauliche Maßnahme wie die Durchführung
einer Messeveranstaltung, ein installiertes Informations-Management
oder eine abgeschlossene Vereinbarung sein.
Wichtig ist: Jedes Projekt braucht einen verantwortlichen „Träger", der
die Finanzierung bzw. die zur Durchführung nötigen Arbeitsressourcen
sichert.
Zu jedem Projekt wird eine Projektskizze angelegt. In ihr sind die
wichtigsten Eckpunkte zum Projekt festgehalten und werden fortlaufend
aktualisiert.
Wann ist ein Projekt ein Projekt und wann nicht?
Was wir im Regionalmanagement nicht wollen, ist Projektideen zu
bearbeiten, die sich aus unterschiedlichen Gründen letztlich gar nicht
umsetzen lassen. Wichtige Voraussetzungen für ein umsetzbares Projekt
sind:
(a) verantwortliche /tragende Akteure sind vorhanden
(b) das Projektentspricht den regionalen Entwicklungszielen
(c) das Projekt ist in der Region / im
Regionalmanagement auch tatsächlich umsetzbar (keine RM-Projekte sind:
Vorhaben, die originären Verfahren zufallen, zu denen das RM aufgrund
unveränderlicher Rahmenbedingungen nichts beitragen kann)
(d) die Finanzierbarkeit ist gegeben oder zumindest erkennbar
Diesen Anforderungen sollen sich alle Projekte stellen. Dies gilt für
die Leitprojekte aus dem ILEK genauso wie für die weiteren und auch
neue Projektideen.
Der Vorstand
Das koordinierende Gremium im Regionalmanagement ist der Vorstand, in ihm sind vertreten:
BM Olaf Gouasé
|
VG Edenkoben
|
Michael Proswitz
|
VG Edenkoben
|
BM Franz-Ludwig Trauth
|
VG Herxheim
|
Daniel Kerner
|
VG Herxheim
|
BM Axel Wassyl
|
VG Offenbach
|
Gustav Wünschel
|
VG Offenbach
|
Olaf Maier
|
ADD Trier
|
Gottfried Neumann
|
DLR Rheinpfalz
|
Hans Müller
|
Vertreter Landwirtschaft
|
Sven Lachmann
|
Institut für Regionalmanagement
|
Mathias Rettermayer
|
Institut für Regionalmanagement
|
Auftaktveranstaltung zum Regionalmanagement
Die Umsetzung des Startprojektes "Blühende Region" aus dem Handlungsfeld Landwirtschaft, Landschaft Weinbau läuft bereits. Der offizielle Startschuss zum Regionalmanagement wird am 25. August in Essingen fallen. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind schon jetzt herzlich eingeladen die Veranstaltung zu besuchen und sich an Informationsständen zu den verschiedenen Handlungsfeldern und ihren Projekten zu informieren. Vertreter der regionalen Arbeitskreise stehen Ihnen Rede und Antwort.